Erfolgsstories unserer Absolventen

PROF. DR.-ING. MARKUS KRABBES

HTWK Leipzig
  • Studienzeit: 1991-1996
  • Dekan an der Fakultät EIT

Für einen Diplomingenieur der Elektrotechnik, der auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätig sein möchte, lässt sich ein landläufig bekanntes Sprichwort abwandeln: "Programmieren ist nicht alles, aber ohne Programmierung ist alles nichts."

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Die Fähigkeit, selbstständig und effizient auf ein Zielsystem zugeschnitten zu programmieren, zählt zu den Grundfertigkeiten eines Entwicklungsingenieurs, denn das Computerprogramm ist in der Regel die Ausdrucksform für seine Ideen. Um die Technik des Programmieren zu erlernen gibt es zwei Wege. Entweder beginnt man im Sinne eines "Top-Down-Ansatz" mit der abstrakten Beschreibung und Formulierung von Problemen und sucht damit nach Wegen für deren rechnerbasierte Lösung. Oder aber beschäftigt man sich zunächst "Buttom-Up" mit den grundlegenden Verarbeitungsstrukturen eines Mikrorechners und begreift ihn als ein gut durchschaubares technisches Bauelement, für das sich verschiedenste Abstraktionsebenen der Programmierung anbieten.

Den zuletzt beschriebenen Weg bietet Prof. Sturm mit seiner Lehre auf dem Gebiet der Mikrorechentechnik an. Auf diese Weise baute er mir während meines Studiums auf eine stets anschauliche und pragmatische Weise eine Brücke von der systemtheoretischen Betrachtung eines Problems zu deren informationstechnischen Lösung. Gerade diese Herangehensweise eröffnete für mich die Wege zu den "Mysterien" der Informatik, mit denen ich nach meinem Studium 1991 bis 1996 an dieser Hochschule an den Universitäten in Ilmenau und Magdeburg und am Fraunhofer Institut in Chemnitz zur Promotion gelangte. Mittlerweile vertrete ich als Kollege von Prof. Sturm an meiner alten Hochschule die Professur für Informationssysteme.

PROF. DR.-ING. ANDREAS HEBESTREIT

HTWK Leipzig

  • Studienzeit: 1979 - 1983 (TH Leipzig, Vorgängerin der HTWK)
  • Professor für Mess- und Sensortechnik

Es gibt wohl kein Berufsbild, das abwechslungsreicher ist, als das des Ingenieurs.

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Elekroingenieure arbeiten in Forschung, Entwicklung, Planung, Test- und Versuchswesen, Konstruktion, Produktion, Qualitätssicherung, Betriebsmittelfertigung, Support, Inbetriebnahme, Produktmanagement, Marketing, Vertrieb sowie im technischen Einkauf in Ingenieurbüros, Kleinbetrieben, im Mittelstand und in großen Weltkonzernen aller Branchen, aber auch an Behörden, Hochschulen und Universitäten als Freiberufler, Unternehmer, Sachbearbeiter, Laborleiter, Gruppenleiter, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer.

Ich arbeitete nach Abschluss meines Studiums der Automatisierungstechnik u.a. in der Forschung (Taupunktmessung von Hochdruckgasen), im Betriebsmittelbau (Automation von Temperaturprüfschränken), als Entwicklungsingenieur analoger und digitaler Elektroniken für Kraftsensoren, als Projektleiter für die Entwicklung von Analyse-Sensorik sowie im Investgüter-Vertrieb (Sensoren und Messsysteme) bis ich der Berufung an die HTWK Leipzig folgte.

B.ENG. KEVIN GRANZ

Technologieunternehmen HEITEC AG 

Warum studieren, wenn man danach als Trainee noch ein oder zwei Jahre sich in ein Unternehmen einarbeiten muss? Ist es nicht schwer Handwerk zu organisieren und zu bewerten, wenn man keine handwerklichen Fähigkeiten besitzt?

Meine klare Empfehlung ist ein kooperatives Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur.

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Die in diesem Studium geschaffene Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis hat sich für mich sehr bewährt. So erwarb ich in einem etwas gestreckten Studium neben handwerklichem und akademischem Fachwissen zugleich berufliche Handlungskompetenzen und konnte direkt nach dem Studium Verantwortung übernehmen.

In meiner Bachelorarbeit erarbeitete ich bereits ein neues Konzept für eine Sondermaschine. Mit dieser Arbeit war es mir erstmals möglich das, an der HTWK gelernte, Wissen anzuwenden. Ich konzipierte einen neuen Schaltschrank, legte einen Antriebsverbund, eine SPS und 8 HMI zu Steuerung der Maschine aus. Ich erarbeitete ein Softwareprogramm und Antriebsregelung zur Automatisierung der Anlage. Anschließend konnte ich diese Maschine in Betrieb nehmen.

Dieser Traum von Arbeit setzt sich bis heute fort. Am meisten begeistert mich, dass ich an jedem Projekt von Anfang bis Ende mich einbringen kann. Ich besuchte zahlreiche Länder wie zum Beispiel die USA, Algerien, Thailand, … um dort Sondermaschinen in Betrieb zu nehmen.

Aktuell arbeite ich bei einem Technologieführer im Bereich Automatisierung. Und stelle mich täglich neuen Herausforderungen im Sinne der Industrie 4.0, so zu sagen die Vernetzung von Produktionssystemen und die Digitalisierung des Engineering- und Inbetriebnahmeprozesses.

Seit wenigen Monaten habe ich diese Arbeit unterbrochen, um weitere Fähigkeiten im Bereich BWL, Personalführung, Management, Robotik, … zu erwerben. Dieses weitere Studium steht ganz unter dem Ziel selbst einmal Teamleiter in der Automatisierungstechnik zu werden.

Werdegang:

2010-2014

Kooperatives Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik an der HTWK Leipzig mit Fachvertiefung Automatisierungstechnik inkl. Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik

2010-2014

Werkstudent in der Automatisierungstechnik im Sondermaschinenbau

2014-2016

Projektingenieur der Automatisierungstechnik im Sondermaschinenbau

ab 2016

weiterführendes Studium ab 2016 Projektingenieur Automatisierung im Technologieunternehmen HEITEC AG

 DIPL.-ING. (FH) LIANE SCHÖNE

EADS Deutschland

Liane Schöne studierte von Oktober 1999 bis Oktober 2003 an der HTWK Leipzig Elektrotechnik und Informationstechnik mit der Vertiefung Nachrichtentechnik. Ihr Berufseinstieg erfolgte bei der Firma Euro Telematik in Ulm, bei der sie bereits durch das Praxissemester und der Diplomarbeit erste Erfahrungen sammeln konnte. Dort unterstützte sie die Softwareentwicklung für verschiedene Projekte im Bereich Satellitensysteme, Luft- und Raumfahrt und Telematiksysteme.

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Zum Beispiel arbeitete sie bei der Entwicklung einer Software mit, bei der der Vorgang der Luftbetankung eines A310MRTT geplant, berechnet und während des Fluges durchgeführt wird. Ihr grösstes Projekt erfolgte im Rahmen einer Engineeringtätigkeit bei der Firma Diehl Aerospace in Überlingen, wo sie die Systemtests der Landeklappensteuerung für den A380 im Bereich Maintenance eigenverantwortlich mit koordinierte.

Seit Januar 2008 arbeitet sie bei der Firma EADS Deutschland GmbH an der Entwicklung eines Mission Control Computers für den A400M mit und übernimmt auch da die Betreuung der Testaktivitäten.

Über ihr Studium sagt sie:

Eigentlich wollte ich immer Medientechnik studieren und später mal zum MDR nach Leipzig gehen. Als ich damals aufgrund der hohen Studienbewerberzahl keinen Studienplatz für Medientechnik bekommen habe, wurde mir alternativ der Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik mit der Vertiefung Nachrichtentechnik angeboten. Ich habe das Angebot angenommen und wusste nicht wirklich, was auf mich zukommt.

Das Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik ist kein einfaches Studium, aber es ist mit etwas Fleiss und Eigeninitiative für jeden realisierbar und bietet neben der Medientechnik sehr viel Potential für Berufseinstiege unterschiedlichster Art. Ich habe mich für den Ingenieursberuf in der Luft- und Raumfahrt entschieden. Das ich mal an den großen Flugzeugen der Welt mitarbeiten darf, dass ich mal direkt vor Ihnen stehe und ein Teil der vielen Menschen bin, die daran mitgewirkt haben, hätte ich niemals geglaubt. Das Studium war für mich die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Die 4 Jahre Studium waren anstrengend, aber auch sehr schön und lehrreich.

Die Stadt Leipzig mit ihrem unbeschreiblichen Flair ist ein toller Ort zum Studieren. Die Möglichkeiten sind einfach super und machen das Studium zu einer unvergesslichen Zeit, die jeder wirklich geniessen sollte. Auch durch die Arbeit bei der Studentengruppe Web-O-Troniker habe ich sehr viel gelernt, sehr viel erlebt und viele neue Freunde gefunden.

Das ich Nachrichtentechnik studiert habe, bereue ich keineswegs und kann es nur jedem empfehlen. Das Studium hat mir Möglichkeiten eröffnet, von denen ich niemals geglaubt habe, dass jemals zu erreichen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Weitere Erfolgsstories

Dipl.-Ing. Marcel Förster

DIPL.-ING. MARCEL FÖRSTER

Design-Ingenieur bei AREVA NP GmbH Erlangen

Von 2004 bis 2009 studierte ich Elektrotechnik und Informationstechnik an der HTWK Leipzig. Als Vertiefungsrichtung entschied ich mich für die Elektrische Energietechnik, da ich in diesem Bereich ein großes Entwicklungspotenzial sah und es als Student spannend fand, an zukünftigen Problemlösungen im Bereich der elektrischen Antriebstechnik, Energieerzeugung bzw. Energieverteilung mitwirken zu können. Meine Diplomarbeit aus dem Bereich der Stromrichter-Maschinen-Systeme beendete ich im Februar 2009 und schloss im gleichen Monat mein Studium erfolgreich ab.

Seit April 2009 arbeite ich bei der AREVA NP GmbH in Erlangen im Bereich Kraftwerks? und Anlagenbau. Hier bin ich als Design?Ingenieur tätig. Die Frage, was ein Design?Ingenieur eigentlich leistet ist nicht einfach zu beantworten, denn das Aufgabengebiet ist sehr vielseitig. Meine Hauptaufgabe umfasst die Projektierung und Inbetriebnahme von Prozessleittechniksystemen/Automatisierungssystemen zur Steuerung und Regelung (Simatic S7, TELEPERM XP/XS) von verfahrenstechnischen Prozessen ? von der Energieerzeugung bis zur Energieverteilung ? für Kraftwerke(Atomkraftwerk, Windkraftwerk, Biokraftwerk) in Deutschland und auf der ganzen Welt. Das spannende an dieser Arbeit ist, dass für diese Tätigkeiten viele Bereiche der Elektrotechnik mit eine Rolle spielen. Um die komplexe Funktionsweise von Prozessketten eines Kraftwerkes zu verstehen, benötigt man eine Menge an „Handwerkszeug“ aus den vielen Bereichen der Elektrotechnik (z.B.: Messtechnik, Regelungstechnik, analoge und digitale Schaltungstechnik, Prozessautomation….und viele weitere mehr).

Dieses „Handwerkszeug“ haben mir die Professoren und Laboringenieure am Fachbereich Elektrotechnik mit auf den weiteren Lebensweg gegeben. Auch wenn man die Mathematikbelege, Physik? oder Elektrotechnikpraktika als Student für sehr anspruchsvoll gehalten hat, muss man feststellen, dass man ohne dieses vermittelte Theorie? und Praxiswissen auf dem Arbeitsmarkt als Elektrotechnikingenieur nicht bestehen kann. Für die Vermittlung der wichtigen theoretischen und praxisbezogenen Lehrinhalte möchte ich mich bei den Professoren und Laboringenieuren bedanken.

Durch den verstärkten Einsatz von Elektronik (vor allem Mikrorechentechnik, Computertechnik) in der Welt des Ingenieurs, ist es dringend notwendig den Studenten im Bachelor? und Masterstudium bessere Grundlagen im Bereich der modernen Programmierung zu vermitteln. Hier besteht aktuell noch ein großes Defizit. Der Prozess des „Erlernen des Programmierens“ sollte im Bachelorstudium beginnen und am Ende des Masterstudiums beendet sein. Es ist wichtig, auf moderne Programmiertechniken (C#, .NET Framework, Python, Java) einzugehen und nicht nur die allgemeine C-Programmierung zu lehren. Der Einzug von Skriptsprachen wie Python auf dem Arbeitsmarkt wird immer stärker und wichtiger.

Ein weiteres Problem ist das Erlernen von praktischen Englischkenntnissen. Hier ist es sinnvoll das Sprachniveau im Unterricht kontinuierlich an das Niveau auf dem Arbeitsmarkt anzupassen. Das aktuelle Englischmodul ist nicht ausreichend, um den Studenten in irgendeiner Weise auf die Verhältnisse auf dem freien Arbeitsmarkt vorzubereiten ? der Nutzfaktor ist sehr gering. Den Nachteil trägt auch hier der Student, da von Ihm bei einem Bewerbungsgespräch fließend Englisch vorausgesetzt wird. Um diesem Defizit vorzubeugen, hilft es den Hochschulkurs Cambridge Certificate in Advanced English, Level 4 zu absolvieren. Hiermit erreicht der Student ein weltweit anerkanntes Zertifikat auf sehr hohem Sprachniveau: das Cambridge Certificate in Advanced English ist bei vielen nationalen und internationalen Firmen beliebt. Ein Pluspunkt mehr bei der Bewerbung! Die Dauer des Hochschulkurses beträgt 10 Monate!

Eine Erkenntnis sollte man sich als Absolvent immer vor Augen halten: Es ist nicht so wichtig, ob man Verfahrenstechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik studiert hat…viel wichtiger in der Praxis ist die Tatsache, dass man sich als Ingenieur in jedes komplexe Themengebiet einarbeiten kann und somit nur dazu lernen kann.

M.Eng. Thomas Harnisch

M.ENG. THOMAS HARNISCH

Automatisierungsingenieur bei der HothoData GmbH Leipzig

Mit dem Elektrotechnikstudium an der HTWK-Leipzig habe ich das naturwissenschaftlich-technische Fundament für meine Arbeit als Automatisierungsingenieur erworben. An der HTWK war es mir möglich das Studium zügig durchzuziehen, wobei trotzdem das Studentenleben nicht zu kurz kam. Als Hochschule der Angewandten Wissenschaften verspricht die HTWK praxisnahe Ausbildung. Dennoch war die Lernkurve nach dem Studium steil. Die Erfahrung bei der Inbetriebnahme von Maschinen erwirbt man natürlich nur in der Praxis selbst. Dafür bietet das im Studium erarbeitete Wissen exzellente Unterstützung.

Dennoch habe ich noch während des Studiums und auch danach die praktischen Fertigkeiten vermisst, die man während einer Berufsausbildung erwirbt. Ich empfehle für das Ingenieurstudium an einer Hochschule eine vorherige oder besser noch gleichzeitige Berufsausbildung. Das Studium an der HTWK hat mir Spaß gemacht und ich habe es bisher nicht bereut.

M.Eng. Frank Lehmann

M.ENG. FRANK LEHMANN

Applikationsingenieur im europäischen Raum bei Synopsys GmbH

Ich stelle immer wieder fest, dass zur Beantwortung komplexer Fragen in meiner Tätigkeit ein solides Methodenwissen von Nöten ist. Dieses erhielt ich fundiert und praxisorientiert während meiner Studienzeit an der HTWK-Leipzig.

In meiner Tätigkeit als „Simulationskonsultant“ treten die Leute mit den verschiedensten Aufgaben aus der Automobiltechnik und Luftfahrtbranche an mich heran. Leider kann man nicht in jeder Disziplin ein Experte sein – darum ist es umso wichtiger, bereits erworbene Erkenntnisse auf neue Probleme anzuwenden und dadurch zu lösen. Darauf basierte ebenfalls mein Studium an der HTWK, was mir hilft, mich durch kreatives bzw. abstraktes Denken zeitnah in neue Themen einzuarbeiten und einen Beitrag zu leisten.

m Studium erlernte ich diese Fähigkeit durch ein sehr breites Angebot an qualitativ hochwertigen Vorlesungen und Praktika der verschiedensten technischen Domainen. Um nur einige zu nennen: Elektronik, Antriebstechnik, Medizintechnik, Systemtheorie, Regelsysteme und Informationstechnik sowie Simulationsverfahren. Ich denke gern an meine Studienzeit an der HTWK zurück. Es war eine sehr schöne Zeit und die Grundlage für meine berufliche Laufbahn. M.Eng. Frank Lehmann

Werdegang

1999 bis 2004:

Elektrotechnik-Studium an der HTWK-Leipzig in der Fachrichtung „Allgemeine Elektrotechnik“

2004-2007:

Hardware-Entwicklungsingenieur bei SiemensVDO

 2007-heute:

Applikationsingenieur bei Synopsys für den Simulator SABER

Dipl.-Ing. David Hage

DIPL.-ING. DAVID HAGE

Applikationsingenieur bei Bernecker + Rainer Industrie Elektronik Ges.m.b.H. in Bad Homburg

Gebürtig aus dem Harz kommend (Sachsen-Anhalt) und mit dem Wunsch, ein technisches Studium an einer praxisbezogenen Fachhochschule aufzunehmen, fiel schnell die Entscheidung für den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der HTWK Leipzig. So absolvierte ich dort das Studium von Oktober 2004 bis Dezember 2008. Aufgrund der damals noch umstrittenen Umsetzung des Bologna-Prozesses entschied ich mich, das auch über deutsche Grenzen hinaus traditionsreiche Diplom anzustreben.

Während des Grundstudiums standen viele Grundlagenfächer wie Mathematik, Physik oder Elektrotechnik auf dem Stundenplan. Sehr angenehm finde ich die Zusammenstellung des Stundenplans seitens der Hochschule, so dass man sich völlig auf die vielen neuen Eindrücke und Lerninhalte konzentrieren kann.

In dieser Zeit entstanden viele Freundschaften, die garantiert auch weit über das Studium hinaus erhalten bleiben werden. Man organisierte sich in Lerngruppen, die eine sehr gute Prüfungsvorbereitung darstellen, da man hier immer wieder in einer kreativen Diskussion den Lernstoff durchgeht und Übungsaufgaben rechnet. Weiterhin gibt es viele Laborversuche an den verschiedenen Instituten, in denen man das theoretisch erworbene Wissen praktisch anwenden kann - ein sehr gelungener Mix aus Theorie und Anwendung.

Mit Abschluss des dritten Fachsemesters galt es wieder eine Entscheidung zu fällen: die Wahl der Vertiefungsrichtung. Wer die Wahl hat, der hat auch die Qual. Mich interessierten auf der einen Seite Nachrichtentechnik, auf der anderen Seite Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Letztendlich entschied ich mich zusammen mit meinem Bauchgefühl für Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. In dieser Wahl wurde ich schon innerhalb kurzer Zeit nach Beginn des Hauptstudiums bestätigt, da mir die Inhalte der vertiefungsspezifischen Fächer sehr gut gefielen. Mit der großen Auswahl an Wahlpflichtfächern hat man des Weiteren die Möglichkeit, auch andere Schwerpunkte und interessante Fächer zu belegen, die nicht unmittelbar zur Vertiefungsrichtung gehören.

Im sechsten Fachsemester war ein Praktikum von 20 Wochen vorgesehen, um erste Berufserfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren. Ich absolvierte ein halbjähriges Praktikum in einem Unternehmen, welches zu dieser Zeit die Planung und Projektierung der MSR-Technik für einen neuen chemischen Anlagenteil in den Leuna-Werken durchführte. Hier merkte ich sehr schnell, dass dieser sehr trockene Bereich der Planung und Projektierung nichts für mich ist und ich lieber praktisch nah an der Technik arbeiten wollte. Insofern erfüllte das Praktikum seinen Zweck: Ich wusste, was ich nicht wollte.

Im siebenten Semester ging es dann wieder an die Hochschule zurück und mit den letzten Prüfungen am Ende dieses Semesters sollte auch schon die "theoretische Ausbildung" am Fachbereich beendet sein. Aufgrund der Tatsache, dass sich nach meinem Abitur, mit obligatorischem Zwischenhalt bei der Bundeswehr, direkt das Studium anschloss, war dieses Praktikum bis dahin die einzige Erfahrung hinsichtlich des neuen Berufsfeldes. Genau deshalb und wegen meiner Leidenschaft zur Technik entschied ich mich, meine Diplomarbeit mit einem praktischen Thema in einem Industrieunternehmen zu schreiben.

Im Gegensatz zum technikfernen Praktikum hatte ich dort die Aufgabe, eine Steuerung für einen Prüfstand zu entwerfen: Angefangen von der Spezifikation und Anforderungsanalyse der Anlage über das Programmieren der Steuerungssoftware bis hin zur Inbetriebnahme. Ich hatte somit quasi mein eigenes Projekt mit allen Stufen und Abläufen wie sie in meiner jetzigen Arbeit tagtäglich vorkommen. Die Entfernung des Unternehmens (in der Nähe von Frankfurt am Main) von der Hochschule stellte kein Problem dar. Mein betreuender Professor stattete mir sogar einen Besuch ab, um sich einen detaillierten Eindruck meiner dortigen Arbeit zu verschaffen.

Während der Diplomseminare im letzten Semester, bei denen die Studenten den aktuellen Stand ihrer Diplomarbeit präsentieren, stellen sich auch Unternehmen mit diversen Fachvorträgen vor. Hier lernte ich meinen neuen Arbeitgeber B&R kennen, der mich aufgrund der vorgestellten Produkte und Portfolios sofort interessierte. Noch während der Fertigstellung meiner Diplomarbeit begann ich dort im November 2008 in der Applikation.

Um eine aussagekräftige Rückmeldung über die Qualität der Lehre zu bekommen, finden regelmäßig Evaluierungen der Dozenten statt. Damit sollen Missstände aufgedeckt und angesprochen werden, so dass gezielt etwas verbessert werden kann. Als unbedingt verbesserungswürdig erachte ich die Schnittstelle zu bürokratischen und organisatorischen Dingen über das Prüfungsamt. Ich musste leider mehrmals am eigenen Leib erfahren, dass dort sehr akribisch auf Paragraphen und Hochschulgesetze verwiesen wird; auch wenn dem Studenten an vielen Stellen mit einem kurzen Hinweis geholfen wäre. Eine meine Erachtens nach zu vermeidende oder zumindest reduzierbare Belastung, die das Leben eines Studenten am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik erleichtern würde.

Zusammenfassend erlebte ich die Zeit als Student an der HTWK als sehr schön, die nur leider viel zu schnell vorbei war und ich kann daher nur allen Lesern empfehlen, jede Minute optimal zu nutzen und auszukosten!

Dipl.-Ing. Anh Tran Quoc

DIPL.-ING. ANH TRAN QUOC

seit Juli 2008 MSR-Ingenieur bei MAN Turbo AG in Berlin

Nach dem Arbitur hatte ich die Absicht, mit einem technischen Studium meinen Werdegang fortzusetzen. Bei verschiedenen Informationsveranstaltungen konnte ich einen ersten und gleichzeitig entscheidenen Eindruck von der HTWK Leipzig gewinnen.

Im Oktober 2003 immatrikulierte ich mich im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, ohne wirklich zu wissen, was mich erwartete. Es stellte sich heraus, dass der Anfang schwierig für jemanden war, der direkt von der Schulbank kam und noch keine Praxiserfahrung im technischen Bereich hatte. Nach drei fordernden Semestern schloss ich das Grundstudium erfolgreich ab und wählte im Anschluss als Vertiefungsrichtung die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik.

Durch das Pflichtpraktikum im 5. Semseter konnte ich meine fehlende Praxis aufholen und mit den gewonnenen Erfahrungen selbstsicherer ins Studium zurückkehren. Neben dem Hauptstudium half meine Mitgliedschaft bei der Studentengruppe Leobots weitere fachübergreifende und spezielle Kenntnisse z.B. über Antriebstechnik und C-Programmierung zu erlangen.

Mit meiner Diplomarbeit "Untersuchungen von Regelungsstrategien parallel betriebener Turboverdichter" spezialisierte ich mich auf die industrielle Prozessautomatisierung. Die damit erworbenen Kenntnisse waren die richtigen Voraussetzungen für meine anschließende Anstellung bei der MAN Turbo AG.

Heute bin ich für die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik von Turboverdichteranlagen verantwortlich, die weltweit für die Öl-, Gas- und Prozessindustrie zum Einsatz kommen.

Zurückblickend kann ich nun zu Recht behaupten, dass es eine sehr fordernde, aber schöne Zeit war. Das während der Studienzeit an der HTWK Leipzig angeeignete Wissen und die gewonnenen Erfahrungen haben aus einem nichts ahnenden Schulabgänger jemanden geformt, der auf das Beste für die Berufswelt vorbereitet ist.

B.Eng. Holger Wüstner

B.ENG. HOLGER WÜSTNER

Ingenieur für Prüfablauf- und Prozessbetreuung bei Audi in Ingolstadt

Nach meiner Ausbildung zum Informationselektroniker hatte ich die Absicht, das bis zu diesem Zeitpunkt erlangte Wissen in einem anschließenden Studium weiter zu vertiefen. Als Hochschule meiner Wahl kristallisierte sich sehr schnell die HTWK heraus, da sie meine Wunschfachrichtung „Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik“ anbot und durch die FH-typische, kleinere Anzahl an Studierenden in einem Jahrgang viel individuelle Betreuung und einen hohen Praxisbezug durch zahlreiche Laborpraktikas versprach.

Anfangs fällt einem das Studieren nicht allzu leicht. Das Niveau ist sehr hoch und das zu erlernende Wissen scheint schier nicht zu bewältigen. Daher rate ich, ein überdurchschnittliches Maß an Disziplin und Lernbereitschaft an den Tag zu legen und schnell den Kontakt zu Kommilitonen zu suchen, um Lerngruppen zu gründen. Denn dann sind auch die ersten Semester zu bewältigen.

Im Hauptstudium erwarten Sie dann zahlreiche interessante Vorlesungen und Seminare mit Gruppen- und Hausarbeiten, die Ihren Erwartungen an diesen Studiengang gerecht werden.

Für das Praxissemester mit anschließender Abschlussarbeit stehen Ihnen durch die Doppelqualifikation viele Wege offen. Neben dem richtigen Unternehmen sollten Sie auch frühzeitig einen Professor suchen, der Ihre Betreuung seitens der Hochschule übernimmt und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Ich habe mich zum einem für die AUDI AG als Unternehmen und einen Professor vom Institut Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik als Betreuer seitens der Hochschule entschieden und muss sagen, dass dies eine sehr gute Entscheidung war. Die Betreuung war auf beiden Seiten erstklassig, egal ob fachlich oder organisatorisch.

Nach meinem erfolgreichen Studienabschluss habe ich eine Anstellung als Ingenieur für Prüfablauf- und Prozessbetreuung bei Audi angetreten und bin mit dem was ich nun beruflich mache, rundum zufrieden.

Sie sehen es lohnt sich!

M.Eng. Dipl.Wirtsch.-Ing. Hendrik Möckel

M. ENG. DIPL. WIRTSCH.-ING. HENDRIK MÖCKEL

Geschäftsführer PHACON GmbH

Als fast Leipziger entschloss ich mich 1997, nach kurzem Überlegen an der HTWK zu studieren. Ich absolvierte bis 2002 mein Diplomstudium Wirtschaftsingenieurwesen (Elektrotechnik) mit Begeisterung und gewiss auch mit einigen Anstrengungen.

Ein großer Vorteil meines Studiums an der HTWK, war die klare und gute Strukturierung des Studienplans. Maßgeblich für ein angenehmes und erfolgreiches Studium waren für mich außerdem ausgesuchte, qualifizierte Professoren und Studiengenossen. Unter der Betreuung von dem sehr geschätzten Herrn Prof. Eichhorn absolvierte ich meine Abschlussarbeit, mit einer Thematik im medizintechnischen Bereich. Anschließend entschied ich mich als einer der Ersten von 2002 – 2005 für das Magisterstudium Elektrotechnik. Auch hatte ich in dieser Zeit die Möglichkeit, als wissenschaftliche Hilfskraft am Forschungs- und Transferzentrum Leipzig e.V. zu arbeiten.

Meine Abschlussarbeit, welche sich abermals mit einem medizintechnischen Thema befasste, betreute abermals Herr Prof. Eichhorn. Ihm habe ich unter anderen mein anhaltendes Interesse für dieses Gebiet zu verdanken. So arbeitete ich weiterhin in dieser Thematik, von 2005 – 2007, als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Innovation Center Computer Assisted Surgery an der Universität Leipzig.

Nicht zuletzt die an der HTWK erlangten Erfahrungen und Fähigkeiten, gaben mir dann den Mut und die Möglichkeiten anschließend eine Unternehmung (PHACON GmbH) zu Gründen. Die PHACON GmbH, welche sich im medizintechnischen Bereich bewegt, besteht seit nun mehr als fünf Jahren. In der Zeit nach meinem Studium arbeitete ich weiter eng mit Vertretern der HTWK zusammen und darf zu meiner Freude bis heute mit einigen Vertretern der HTWK erfolgreich in interessanten Projekten gemeinsam wirken. Mir bereitet es auch großes Vergnügen Praktika und Abschlussarbeiten von heutigen Studenten zu betreuen.

Ich habe der HTWK beziehungsweise ihren Beteiligten, viele unterschiedliche interessante Erfahrungen in allen Bereichen zu verdanken und kann ein Studium hier jedem wärmstens empfehlen.

www.phacon-leipzig.de

B.Eng. Marco Polte

B.ENG. MARCO POLTE

Ingenieur für Automatisierungskonzeptionen im Sondermaschinenbau

Nach einem abgeschlossenen Wirtschafts- und Soziologiestudium, studierte ich Elektrotechnik im Studienprofil Automatisierungstechnik an der HTWK von 2004 bis 2007. In meiner Abschlussarbeit entwickelte ich ein Messsystem für die Bestimmung der Raumlage eines Tunnelsystems. Hier wurde ich von Professor Hebestreit vom Institut für Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik betreut. Heute bin ich im familiären Unternehmen als Ingenieur für Automatisierungskonzeptionen im Sondermaschinenbau tätig.

Gerne möchte ich die HTWK als Studienort zukünftigen Studenten empfehlen. Als Student im Zweitstudium konnte ich hier die interessante und chancenreiche Ingenieurswissenschaft Elektrotechnik intensiv im Bachelorstudiengang studieren. Ein persönlicher Kontakt zu den Professoren, sympathische Kommilitonen, optimal ausgelegte Seminargruppen und eine gute Ausstattung machten dies für mich möglich.

Ich rate aber dazu, überdurchschnittliche Bereitschaft zum Lernen und Ausdauer gleich vom ersten Tag an, als Student an die HTWK mitzubringen. Den Studenten erwartet hier ein sehr anspruchsvolles Studium mit oft theoretischem Hintergrund, wo analytisches Denken und Abstraktionsvermögen sehr wichtig sind. Dennoch kein Grund zur Bange, denn selbst für mich, als naturwissenschaftlicher Quereinsteiger, war ein erfolgreicher Abschluss in der Regelstudienzeit möglich.

Dipl.-Ing. Jan Taube

DIPL.-ING. JAN TAUBE

Robert Bosch GmbH
Jan Taube studierte von Oktober 1999 bis Oktober 2003 an der HTWK Leipzig Nachrichtentechnik. Im Anschluss arbeitete er an der Universität Rostock bei der Entwicklung eines "Neuronaler Silizium-Hybrid-Netzwerksensor zum Monitoring neuronaler Aktivitätszustände und Substanzwirkungen" mit. Seit Februar 2004 ist er als Doktorand bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen angestellt und beschäftigt sich mit Gateways sowie der Vernetzung von Elektronikkomponenten im Fahrzeug. Betreut wird er von Prof. Beikirch (Universität Rostock).

Den Entschluss Nachrichtentechnik zu studieren, hatte ich bereits sehr zeitig gefasst, eine gute Entscheidung, die sich im Nachhinein bestätigte. Die offene Art der Professoren sowie die praxisnahe Darstellung vieler Themenbereiche machten das Studium sehr angenehm. Prof. Sturm verstand es dabei besonders gut, viele Studenten von seinen Fächern zu überzeugen, was auch mein Interesse für die Signalverarbeitung und Embedded Systems erklärt.

Natürlich kamen einige Dinge während den Vorlesungen zu kurz, konnten aber durch ein wenig eigene Arbeit selbst vertieft werden. Außerdem waren die vielfältigen Kontakte Prof. Sturms zur Industrie und anderen Universitäten bei Praktika und Diplomarbeiten sehr hilfreich (wodurch ich schließlich Prof. Beikirch kennenlernte).

Abschließend lässt sich sagen, dass ich jederzeit wieder an der HTWK studieren würde - nicht nur wegen des Studiums...